Crabilla

Gustave, der Außerirdische
Kurse und Workshops rund um den Sprachenunterricht

CrabillaLandshuter Zeitung, 30.04.2001.

Gustave, der Außerirdische, ist eines Tages mit einem Raumschiff auf einer österreichischen Kuhwiese gelandet. Dort hat er die Kuh Resl getroffen, konnte aber nicht auf dem Bauernhof bleiben, denn die Bäuerin wollte es nicht. Schließlich taf Gustave Barbara und seitdem lebt er bei ihr: Barbara heißt in Wirklichkeit Barbara Kirschner und sie ist Puppenspielerin.

Bei der Landesfachtagung der Fachgruppe Fremdsprachen kam sie mit Gustave und demonstrierte den Teilnehmern, wie kindgerechter Fremdsprachen-Unterricht an der Grundschule gestaltet werden kann.

Auch die Erwachsenen versetzte sie in die Illusion, ihre Puppe sei echt: Barbara Kirschner las eine Geschichte in Französisch vor; die Puppe wiederholte die einzelnen Worte, mal erstaunt, ärgerlich oder erfreut. Dann besah sie sich gemeinsam mit der Puppe und ihrem Publikum Bilder an einer Wand, die die Geschichte illustrierten. Schließlich verriet sie ihre Geheimnisse aus der Figurenkiste: Wie die Illusion entsteht und die Aufmerksamkeit der Zuschauer geweckt wird. Barbara Kirschner hatte nicht nur Gustave im Gepäck, sondern auch sprechende Objekte: Spieltiere, Phantasiewesen, ja sogar ein sprechendes Wasserspritzgerät.

Ein anderes Thema auf ebenso spielerische Weise präsentierte Linda Linder: Bei Ihrem Training zur Gehirnaktivierung durften die Teilnehmer der Fachtagung jene Übungen an sich ausprobieren, die später ihre Schüler ausführen sollen. Sie erfuhren, dass Inhalte sich besser einprägen, wenn sie mit Emotionen verknüpft werden. Je nach Lerntyp werden schwierige Vokabeln farbig markiert, ganz groß rechts an den Rand oder ganz klein links unten geschrieben oder mit einem Klebezettel am Spiegel befestigt. Zahlenreihen werden in kleinere Eineiten zerlegt, Namen mit Vorstellungen von der Gestalt, der Ausstrahlungskreaft oder eine Eigenschaft der Person verknüpft und rhythmisch sprechend im Gedächtnis verankert.
-du-

Crabilla


© Copyright Barbara Kirschner, München 2003.