Crabilla

Nein, der kleine Igel Pieksemops will noch nicht zum Winterschlaf in den Laubhaufen krabbeln. Dort schnarcht sein Vater zwar schon vernehmlich, doch der vom vielen Winterspeck etwas ungelenke kleine Kerl möchte sich erst noch einen Traum erfüllen: auch einmal so eine "Rabimmel-Rabammel-Laterne" wie die Kinder zu besitzen.

Sein Freund, der Baum, könnte wachsen und die Mondlaterne für ihn holen, wenn er die Zauberwurzel vom Berggeist geliehen bekäme.

"Wie ist der Berggeist überhaupt?", fragt der kleine Igel. "Ist er womöglich gefährlich? Wo wohnt er?" "Sehr freundlich ist er", versichert ihm der Baum, "und er wohnt im braunen Berg hinter dem grünen Hügel, der hinter dem roten Hügel liegt."

Der Pieksemops muss die Wurzel ganz alleine holen, weil sein Freund, der Baumschrazel, nicht mitkommen kann - er ist mit dem Baum verwachsen. Und Nüssel, das Eichhörnchen, ist viel zu beschäftigt - es muss Wintervorräte sammeln.

Allein möchte der Pieksemops aber nicht gehen. Doch da sind ja die Kinder! Werden sie mitkommen? Natürlich! Jetzt fürchtet sich der Pieksemops schon fast nicht mehr.

Auf seinem Weg zum Berggeist helfen dem Pieksemops der lustige Zwerg Balduin und die musikalische Schnecke Veronika weiter.

Am meisten aber nützt es, dass die Kinder so schön mitsingen und auf ihn aufpassen.

So bekommt er schließlich die Zauberwurzel vom Berggeist, der sehr lieb, aber etwas einsam ist. Deshalb schickt der Baum, nachdem er dem Pieksemops die ersehnte Laterne vom Mond geholt hat, dem Berggeist Hamster und Mäuse als Mitbewohner - die haben sowieso verzweifelt ein Winterquartier gesucht.

Restlos glücklich und zufrieden kann der kleine Igel endlich winterschlafen gehen.

Crabilla


© Copyright Barbara Kirschner, München 2003.